Kuratoren 

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Billy Wagner

Wein

Billy Wagner ist der Inhaber vom Speiselokal „Nobelhart & Schmutzig“ (1* Guide Michelin / 16/20 Punkten im Gault Millau) in Berlin. Er ist vielfach zum besten Sommelier des Landes ausgezeichnet worden und einer der meinungsstärksten Wirte Deutschlands. Keine Flasche mit gutem Inhalt ist vor ihm sicher. Nur Tequila kann er auf den Tod nicht leiden. Mit wirklich guten Freunden trinkt er am liebsten Kräuter- und Obstbrände, ein oder zwei Likörchen und selbstverständlich Bier – Uerige Alt. Seine heimliche Hingabe gilt aber dem Wein.

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Olaf Schnelle

Gemüse

Olaf Schnelle gründete zwei Gärtnereien, die sich dank seines grünen Daumens in der Top-Gastronomieszene rasch einen Namen machten. Die erste Gärtnerei  „Essbare Landschaften“ beschäftigte sich mit der geschmacklichen Vielfalt von Wildkräutern. Seine aktuelle Gärtnei „Schnelles Grünzeug“ befasst sich mit dem gesamten Spektrum kulinarisch wertvollen Grüns. Und klar, wer gärtnert produziert auch Überschüsse. Die Frage nach dem „Wohin damit“ führten ihn schließlich zur Fermentation. Nun baut er in Vorpommern neben seiner Gärtnerei das „Zentrum für Gemüse-Fermentation im Trebeltal“ auf.

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Cathrin Brandes

Gemüse

Cathrin Brandes ist Gründerin der Gastronomieberatung Tidbits. Ihre lebenslange Liebe zu Lebensmitteln hat sie in ihrem beruflichen Dasein (bis auf eine kurze Auszeit als Rechtsanwältin) nie losgelassen. Seit Januar 2010 berät sie mit ihrer Agentur Tidbits Kunden aus den Bereichen Lebensmittelhandel und -produktion sowie der Gastronomie zu den Themen PR, Marketing und Konzeption. Bekannt ist sie vor allem für ihre Bücher, die jährlichen Foodtrend-Prognosen auf ihrem Blog und ihre Aktionen für gute und echte Lebensmittel. Als Krautbraut hat sie eine klare Mission: mit Aktionen wie der der Sauercrowd oder ihrem kürzlich erschienen Buch das Sauerkraut vor dem Aussterben zu retten und fermentierte Lebensmittel generell wieder zu mehr Beliebtheit zu verhelfen.

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Marla Kayacik

Käse

Nach dem Abitur zog es Marla nach Istanbul. Nach einigen Praktika tauschte sie die türkische Metropole gegen Pollenzo ein. In der italienischen Kleinstadt studierte sie Gastronomische Wissenschaften an der Slow Food Universität. Während dieser Zeit entdeckte sie ihre Leidenschaft für Milchprodukte und spezialisierte sich mit einer Bachelorarbeit über traditionelle Käseproduktion in der Türkei in diesem Bereich. Schließlich landete sie wieder in ihrer Heimatstadt Berlin. Bei der Food Assembly entwickelt Sie jetzt das Produzenten-Netzwerk. Und wenn man in Deutschland eine Leidenschaft für Käse hat, begegnet man unweigerlich Ursula Heinzelmann. Mit ihr zusammen hat Marla bei der Cheese 2015 die Heinzelcheesetalks organisiert und Ursula assistiert.

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Ursula Heinzelmann

Käse

Die Foodhistorikerin und Weinjournalistin sagt über sich: „Käse hat sich zu meinem Spezial- und Seelenthema entwickelt. (…) Dass sich in Deutschland beim Fromage fermier, also dem handwerklichen Gegenteil der pflegeleichten Langeweiler-Scheibletten jede Menge tut, habe ich erst mitbekommen, nachdem ich Neal’s Yard Dairy, die Spitzenadresse für englischen Käse in London kannte und bei den besten Käsemachern in Kalifornien war. Das hat mir die Käseaugen geöffnet!“ Ergebnis: ein Buch zum handwerklichen Käse in Deutschland. Käse-Seminare. Der „Künstlername“ Heinzelcheese. Und die monatlichen HeinzelcheeseTalks in der Markthalle Neun – „aber die Käse-Neugier, die bleibt.“

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Theresa Malec

KÄSE

Die Münchnerin hat an der Slow-Food-Universität in Pollenzo studiert. Als Einkäuferin für Lebensmittel bei Manufactum spezialisierte sie sich auf das Thema Käse, inspiriert vom Buch „Erlebnis Käse&Wein“ und der Freundschaft mit der Autorin Ursula Heinzelmann. Es folgten die BioCompany (als Fachbereichsleitung für Milchprodukte&Käse), Maître Philippe&Filles, der wohl besten Käseladen Berlins, und Viani, Großhändler italienischer Feinkost in Göttingen. Inzwischen lebt sie in Ihrer Wahlheimat Berlin und arbeitet freiberuflich. Wenn sie nicht im Weinberg Trauben erntet, Käselaibe bricht, Verkostungen organisiert oder mit dem Radl die Region erkundet, trifft sie sich im Zweifel auf ein Glas Champagner, gern in Kombination mit Allgäuer Bergkäse.

Thomas-Kochan

Thomas Kochan

Spirituosen

Dr. Thomas Kochan studierte Europäische Ethnologie und Neuere Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Doktorarbeit schrieb er über die Kulturgeschichte des Alkohols in der DDR („Blauer Würger. So trank die DDR“ Aufbau Verlag 2009). Heutzutage ist er in seinem Geschäft, Dr. Kochan Schnapskultur, anzutreffen, wo er interessierten Kunden den Wert von handwerklich hergestellten Spirituosen näher bringt – oder auf dem Craft Spirits Festival „Destille Berlin“, das er mit seinem Kollegen Theo Ligthart organisiert. Daneben engagiert er sich bei Slow Food Deutschland.

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Theo Ligthart

Spirituosen

Theo Ligthart ist 1965 in den Niederlanden geboren und wohnt in Berlin. In Wien studierte er Philosophie und Kunstgeschichte.
2008 kreiert Ligthart die Marke „Das Korn“, ein Kornbrand aus Bio-Weizen. Was als Kunstprojekt startet wird 2009 zu einem Unternehmen und für den renommierten „Best Spirit of the Year Award BCB“ nominiert. 2011 gründet er eine weitere Spirituosenmarke „Steinreich”. Ebenfalls seit diesem Jahr organisiert er jährlich „Destille Berlin ­Craft Spirits Festival“. Zusätzlich berät er Craft-Spirit-Produzenten bei Qualitäts-, und Marketing-Fragen.

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Cory Andreen

Kaffee

Cory Andreen aus Washington DC hat zwei große Faszinationen: Kaffee und Berlin. Als Teenager war er das erste Mal in der deutschen Hauptstadt und überwältigt von der Bandbreite der coexistierenden Kulturen. Als Kaffeespezialist brüht er das beliebteste Heißgetränk der Deutschen natürlich nicht nur in seinen eigenen vier Wänden, sondern auch in seinem Café CK in Prenzlauer Berg. Um den Bedürfnissen seiner Kunden und seinem eigenen Anspruch gerecht zu werden, sorgt Cory dafür, dass er ständig dazulernt. Nach vielen Jahren Erfahrung hat er einen außergewöhnlich sensiblen Gaumen für die komplexen Geschmacksvariationen entwickelt und wurde 2012 als World Cup Taster Champion für Kaffee ausgezeichnet.

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Rainer Kaufmann

Honig

Rainer Kaufmann lebt seit 30 Jahren in Berlin, arbeitet im Kulturbereich für Museen und Filmproduktionen und ist leidenschaftlicher Koch, Gärtner und Imker. Seine Bienen stehen bei ihm im Küchengarten und werden wesensgemäß gehalten. Sie bauen Naturwaben, sie dürfen Schwärmen und auf eigenem Honig überwintern. Geerntet werden einmal im Jahr nur die Honigüberschüsse und diese Ganzjahreshonige werden zu Press- und Scheibenhonigen weiter verarbeitet.
Er ist Mitglied bei Mellifera e.V. und Mitgründer und Co-Leiter der Mellifera Regionalgruppe Berlin. Im Prinzessinnengarten am Moritzplatz bildet er seit 3 Jahren Jungimker aus, er leitet dort einen der Kurse für wesensgemäße Bienenhaltung. Zusammen mit Erika Mayr organisiert er zudem im Prinzessinnengarten jedes Jahr das Stadthonigfest.

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Erika Mayr

Honig

Nach der Lehre zur Landschaftsgärtnerin zog Erika Mayr 1997 nach Berlin um Gartenbau zu studieren. Kurz darauf übernahm sie die Bar Mysliwska. Nach vielen Praktika in den Bereichen Landwirtschaft, Naturschutz und Stadtökologie kam sie 2004 als Mitwirkende beim Projekt „Bees – Urban Beekeeping in Detroit“ im Rahmen von Shrinking Cities zur Stadtimkerei. Seit 2008 betreut sie eigene Bienenvölker – zur Zeit sind es 15 Völker, meist auf Dächern. Sie leitet seither den Imkerverein Charlottenburg-Wilmersdorf. 2010 organisierte sie erstmals das Stadthonigfest. 2012 veröffentlichte sie das Buch „Die Stadtbienen“. 2015 war sie Bienen-Botschafterin im Dt. Pavillon auf der EXPO in Mailand.

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Holger in’t Veld

Kakao

Holger in’t Veld kam als Pop-Journalist von Hamburg nach Berlin. Dort hat er „die Schokolade vom Rentnerimage befreit“ – so die Zitty kurz nachdem in’t Veld 2002 sein folgenschweres Schokoladenfachgeschäft am Helmholtzplatz eröffnet hatte. Eine eigene Marke, ein Kakao-Cafe und mehrere Läden folgten. Doch wegen ungesundem Wachstum musste das Unternehmen 2010 Insolvenz anmelden und in’t Veld veröffentlichte sein autobiographisches Buch „Schokoladenrebellen“. Seitdem lebt der Kakao-Autodidakt den DIY-Gedanken und fertigt mit Low Budget-Mitteln aus fair gehandelten Bohnen intensive Genussmittel, die er seit 2014 in der Markthalle 9 verkauft. Zum Stadt Land Food präsentiert er seine Bean-To-Bar-Produktion zum ersten Mal der Öffentlichkeit – und lädt zum Mitmachen ein.

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Johannes Heidenpeter

Bier

Aus Hannover stammend studierte Johannes Heidenpeter Freie Kunst beim Beuys-Schüler Walter Dahn in Braunschweig. Danach war er einer von vielen Künstlern in Berlin – bis er auf die Idee kam in seiner Heimküche erste eigene Brauversuche zu starten. 2012 nahm er seine eigene Brauerei in der Markthalle Neun in Betrieb. Seitdem kann man dort an der Theke sein Feierabendbier genießen.

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Jörg Förstera

Wurst

Jörg war bereits mit 18 Jahren jüngster deutscher Metzgermeister. Auf der Walz durch die besten Manufakturen  in Hessen, Bayern, Frankreich, Italien, Belgien und Polen hat er viel Wissen zusammengetragen. Jörg war Dozent an der 1. Berliner Fleischerfachschule und u.a. Metzger in der Blutwurstmanufaktur & im KaDeWe. Heutzutage trifft man ihn meist in der Markthalle Neun in der Metzgerei Kumpel&Keule an, die er zusammen mit Hendrik Haase gegründet hat.

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Hendrik Haase

Wurst

Der Mitbegründer der gläsernen Metzgerei „Kumpel&Keule“ in der Markthalle Neun ist Künstler, Autor, kulinarischer Kurator und Wurstelier. Als Food-Aktivist und Blogger kämpft er seit Jahren für die Erhaltung des Lebensmittelhandwerks und des kulinarischen Weltkulturerbes. Schreibt u.a. Bücher wie Crafted Meat: die neue Fleischkultur und veranstaltet Events wie Wurst & Bier in der Markthalle Neun.

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Björn Wiese

Brot

Der Name Wiese ist ein Markenzeichen der Region, steht für Tradition, Qualität aber auch Innovation. 2009 eröffnete Björn Wiese das „Kaffeehaus Gustav“, das schnell zu einer beliebten Adresse in Eberswalde geworden ist. Ein Jahr später wurde die Privatbäckerei Wiese mit dem „Zukunftspreis“ in Brandenburg ausgezeichnet. Mit der Einladung von Kitas in die Backstube Wiese wollen sie Liebe zum Bäckerberuf wecken und ein Bewusstsein für gesunde Ernährung schaffen. Seit 2011 ist die Privatbäckerei Wiese auch Förderer von „Slow Food“. 2015 lernte Björn Wiese Florian Domberger kennen, mit dem er gemeinsam das Brotwüstenexpeditionsfahrzeug betreibt. In der Mobilen Bäckerei wird mit Geflüchteten gemeinsam, unter dem Motto „Brote aus der Heimat“ gebacken.

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Florian Domberger

Brot

Florian Domberg wurde 1966 in Augsburg geboren. 1993 begann er sein Studium der Verkehrsbetriebswirtschaftslehre in Bremen. Nach seinem Studium verschlug es Florian Domberg nach Hong Kong und Jakarta, wo er für Kühne & Nagel arbeitete. Für seien MBA Abschluss zog er 2003 nach Melbourne/Australien. Nach seiner langjährigen Arbeit bei Johnson & Johnson folgte er 2015 schließlich seiner Berufung nach Berlin. Dort absolvierte er ein Praktikum bei der Bäckerei Wiese in Eberswalde. Gemeinsam mit Björn Wiese betreibt Florian Domberg seit 2016 das Brotwüstenexpeditionsfahrzeug, eine ehemalige mobile Bäckerei der Schweizer Armee. Sie backen gemeinsam auf Hoffesten oder gemeinsam mit Flüchtlingen, unter dem Motto „Brot aus der Heimat“. Demnächst eröffnet Florian Domberg seine eigene Bäckerei in Berlin.