Die bäuerliche Landwirtschaft sowie das traditionelle Lebensmittelhandwerk werden immer stärker verdrängt. Mancherorts sind es billig Importe, anderswo die starke Überproduktion und Exportorientierung, die dafür verantwortlich sind, dass Preise für Nahrungsmittel in den Keller gehen. Durch den Einfluss multinationaler Unternehmen, sowie eine stark industrialisierte Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion ist es kleinen Betrieben kaum noch möglich auf dem Markt zu bestehen. Diese Entwicklung gefährdet Existenzen und bedroht ökologische Vielfalt sowie regionale Wirtschaftskreisläufe.

Doch gegen diese momentan vorherrschenden Strukturen erhebt sich Widerstand. Das zeigen beispielsweise die seit sechs Jahren stattfindenden „Wir haben es satt!“-Demonstrationen. Immer mehr Menschen hinterfragen die Herkunft ihrer Lebensmittel und wünschen sich einen Wandel hin zu einer ökologischeren, sozial gerechteren Landwirtschaft.

Eine Plattform für die Debatte darüber, wie eine zukunftsfähige Landwirtschaft aussehen kann, bietet der 2. „Wir haben es satt!“-Kongress. Vom 30.09.-03.10 soll unter dem Motto „Landwirtschaft Macht Essen“ in einer Vielzahl verschiedener Formate darüber diskutiert werden, wo unser Essen herkommt, welche globalen Machtgefüge die Lebensmittelproduktion steuern und wie der Umbau der Landwirtschaft gestaltet werden kann. Freut euch auf vier Tage mit spannenden Diskussionen, Impulsen, guten Beispielen gelebter Alternativen, Arbeitsgruppen und Aktivwerkstätten rund um die Landwirtschaft und das Essen der Zukunft.

Veranstaltet wird der Kongress, wie auch die „Wir haben es satt!“-Demonstrationen, von der Kampagne „Meine Landwirtschaft“, einem breiten gesellschaftlichen Bündnis aus 45 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Tier-, Natur- und Verbraucherschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit. Der Kongress fand erstmals im Jahr 2014 statt und wurde von etwa 400 Teilnehmenden besucht.

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Central Venue

Emmaus-Kirche
Lausitzer Platz 8a
10997 Berlin-Kreuzberg

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