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Food unites us all!

Essen ist Kultur, Politik und Identität, und der Akt des Kochens nährt uns äußerlich und innerlich. Seit Generationen ist Essen für Migranten ein Mittel, Verbindung zu ihren Wurzeln zu halten und diese mit den neuen Nachbarn zu teilen. Essen kennt keine Grenzen und hilft, Unbekanntem zu begegnen und kulturelle Unterschiede willkommen zu heißen. Souk Berlin plant, bis 2020 einen Marktplatz zu gestalten, der ganz der kulturellen und kulinarischen Identität von Neu-Berlinern gewidmet sein soll. Ein Ort, an dem die kulinarischen Traditionen von Einwanderern aus allen Teilen der Welt einen Raum finden, von dem aus sie sich weiter entfalten und eine neue Identität entwickeln können.

Eines der Projekte von Souk Berlin, das Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung zur Verbesserung der Situation von Geflüchteten in Berlin generieren soll, war der erste United Street Food Market. Unter dem Motto „Food unites us all!“ sind am 31. Juli 2016 fast 20 Organisationen in der Markthalle Neun für den ersten United Street Food Market zusammengekommen. Kavita Meelu, Initiatorin von Souk Berlin und Projekten wie dem Street Food Thursday, Burgers & Hip Hop und Kebabistan hat immer wieder beobachten können, dass Esskultur die Kraft hat, Brücken zwischen den Kulturen zu schlagen. Zum Markt sind Menschen aus allen Ecken der Stadt in die Markthalle gekommen, um Tacos aus Somalia, Kibbeh aus Aleppo, afghanische Teigtaschen und andere leckere Spezialitäten zu probieren, zubereitet von Mitgliedern unterschiedlichster Initiativen von und für Geflüchtete. Die positive Stimmung und die vielen schönen Begegnungen, die diesen Tag geprägt haben, haben gezeigt, dass Esskultur tatsächlich alle unter einem Dach vereinen kann.

Beim Stadt Land Food-Festival bekommen wir alle einen Vorgeschmack auf die Pläne von Souk Berlin. An fünf Street-Food-Ständen auf dem Lausitzer Platz werden Einwanderer der ersten bis vierten Generation kochen und uns einige der neuen und ständig im Umbruch befindlichen Esskulturen anbieten, die Berlin zu einer so spannenden multikulturellen Metropole machen. Trefft Köche mit Wurzeln in Syrien, Gambia, der Türkei, Korea und Vietnam. Lasst uns über die Zukunft des Kebabs reden, über den Weg des Kimchi von Korea nach Deutschland bis Kalifornien und zurück. Kommt vorbei und werft einen Blick über den Tellerrand!

Per Meurling und Kavita Meelu