Gutes Essen ist ein Fest – oder gleich ein ganzes Festival! Im Oktober 2018 findet zum dritten Mal das Stadt Land Food-Festival statt: Die größte Bühne für bäuerliche Landwirtschaft und handwerkliche Lebensmittelproduktion in Deutschland. Die Plattform für politischen Dialog und innovative Esskultur. Mit einem Markt, Werkstätten, einem Kongress und Aktionen, die zeigen, wie die Agrarwende funktionieren kann.

Hintergrund

Die Stadt, das Land und unser Essen: Seit ihrer Neueröffnung im Oktober 2011 ist die Markthalle Neun mehr als nur ein Marktplatz für gute, fair produzierte Lebensmittel. Sie ist genauso ein Forum für Debatten und Diskussionen, wie wir künftig essen, arbeiten, ja leben wollen. „Stadt Land Food“ konzentriert diese Fragen rund um ein sinnlich erlebbares Festival. Ganz bewusst wird dafür das Erntedankwochenende ausgewählt, ist es doch auch in unserer säkularisierten Zeit ein starkes Symbol für die Bedeutung, die gute und ausreichende Nahrung für die Menschen hat. Gobal und lokal. Als Grundbedingung allen Lebens wie als lustvolle, geistreiche Beschäftigung. Essen ist politisch.

Stadt Land Food 2014

Stadt Land Food fand erstmalig 2014, vom 2.–5. Oktober statt. Vier Tage lang wurde Kreuzberg zum Zentrum einer Bewegung, die mit Herzblut für ökologische, regionale und fair gehandelte Produkte eintritt. An diesen Tagen haben sich etwa 100.000 Menschen rund um die Markthalle Neun eingefunden und in 9 Werkstätten Lebensmittelproduktion hautnah miterlebt. 170 Händler haben am Markt ihre Produkte vorgestellt und angeboten, 400 Menschen haben am ersten “Wir haben es satt-Kongress” teilgenommen. In 350 unterschiedlichen Kulturveranstaltungen konnte man die volle Dimension des Themas erkunden.

Stadt Land Food 2016

Essen macht mehr als satt! Es kann Geschichten erzählen: von Herkunft, Familie, Kultur, Heimat – und genauso ihrem Verlust. Denn: Essen ist Identität. Und um Identität und Essen ging es beim zweiten Stadt Land Food-Festival vom 1.–3. Oktober 2016.

In der Woche des Stadt Land Food-Festivals, vom 26. September bis 2. Oktober, haben wir gemeinsam mit der Gemeinschaft für gute deutsche Esskultur, initiiert von Nobelhart & Schmutzig, einsunternull, Restaurant Horváth und ernst, mehr als 20 Berliner Restaurants mit Erzeugern aus dem Umland zusammen gebracht. Die Duos haben Stadt Land Food Menüs kreiert, die die Identität des Bauern, seines Hofes und seiner Produkte erfahrbar machten. Es geht um die Wertschätzung der handwerklichen und kulturelle Leistung, die in guten Lebensmitteln steckt.

Das Festival wurde zur Bühne für bäuerliche Landwirtschaft und handwerkliche Lebensmittelproduktion, einer Plattform für politischen Dialog und innovative Esskultur. Mit einem großem Markt rund um die Markthalle Neun herum, elf Werkstätten in denen die Kuratoren ihr Expertenwissen teilen und jeder selbst Hand anlegen kann, einem buntem Kulturprogramm im ganzen Kiez und einem politischen Kongress in der Emmaus-Kirche auf dem Lausitzer Platz.